Die Odyssee ist beendet. Bereits seit Jahren ist eine Verfilmung von Stephen Kings achtbändigem Fantasy-Horror-Epos Der dunkle Turm im Gespräch. Doch schon mehrere big player, darunter Warner Bros., Universal Pictures und HBO, warfen nach intensiven Präproduktionsarbeiten das Handtuch. Der Stoff sei schlichtweg unverfilmbar, lautete das einmündige Urteil.

Viele Drehbuchfassungen mussten geschrieben und verworfen, viele potentielle Regiestühle besetzt werden, bis sich schließlich Sony Pictures und MRC (Media Rights Capital) der Rechte annehmen sollten. Und ihr Vorhaben ist gewaltig: So soll ein Franchise-Projekt in gleich zweifacher Ausführung entstehen: Sony Pictures adaptiert die Reihe als mehrteiligen Kinofilm für die Leinwand, MRC übernimmt die Produktion einer TV-Serie. Ron Howard (Apollo 13A Beautiful MindDa Vinci Code) dem ursprünglich die Regie anvertraut werden sollte, bleibt als Produzent dem Projekt erhalten. Ein Kinostart ist für das Jahr 2017 geplant. Stephen King dürften diese Fortschritte besonders erfreuen, betrachtet er doch Der dunkle Turm als die wichtigste Arbeit seines an Meisterwerken nicht gerade armen Oeuvres. Viele hiesige Filmmagazine zeigen sich ob dieser Meldung höchst gespannt, darunter filmstarts.deblairwitch.deRobots and Dragons,moviejones.dequotenmeter.de.

Einen intermedialen Flirt hat Der dunkle Turmindes bereits mit Bravour gemeistert. Seit 2007 existiert The Dark Tower als amerikanische, nach wie vor erscheinende Comicserie und dies äußerst erfolgreich. In Deutschland erscheinen die Sammelbände fortlaufend seit 2008 in zwei Editionsvarianten: als Paperbacks bei PANINI und als bibliophile, um zahlreiche Zusatzseiten und Redaktionsinhalte ergänzte Coffeetable-Books bei SPLITTER. Die Comicserie adaptiert zunächst die Romanvorlage und entwickelt in späteren Bänden die Quest des mysteriösen Revolvermanns Roland eigenständig weiter. Bislang sind 12 Bände erhältlich. Auch jenseits der Bücher und Bildschirme dürfte für Turm-Fans also kaum Langeweile aufkommen.