Der Comicleser zieht seinen Hut vor Laurent-Frédéric Bollées und Philippe Nicloux' monumentale Graphic Novel Terra Australis:

"Wenn ein Autor einen 500-seitigen, in drei mächtige Kapitel eingeteilten Comic-Roman abliefert, dann sollte er was zu erzählen haben. Und das hat er. Viele Geschichten, Episoden, auch abseits der Haupthandlung. Überall merkt man, wie genau und akribisch Autor Laurent-Frédéric Bollée die Geschichte der First Fleet und darüber hinaus recherchiert hat. Mal sanft, mal spannend, immer kenntnisreich und in einer überaus angenehmen Sprache, bisweilen sogar poetisch. Lebendige Geschichte. Und Zeichner Philippe Nicloux bleibt bei seinen Gesichtern skizzenhaft aber ausdrucksstark, fast Graphic Novel-typisch, nur um dann mit ganzseitigen Panoramen zu verblüffen, sei es von London, den Schiffen oder vom australischen Busch und der ärmlichen Kolonie. Dabei gibt es wunderbare Übergänge zwischen den Szenen, so folgt beispielsweise die Perspektive ganz filmisch über mehrere wortlose Seiten hinweg einem Vogel, der zwei Szenen und Orte verbindet. Jedem Geschichts-Interessierten, der wissen will, „wie das denn damals war mit Australien“, sollte man ohne groß weitere Worte zu verlieren ein Exemplar des aktuellen Splitter-Ziegels in die Hand drücken. Mehr braucht es nicht. Ein in jeder Hinsicht mächtiges Werk."

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